Hallo liebe Carduelidenzüchter!
ich habe mal eine Frage die speziell Gimpel und deren Prägung betrifft.
Wie lange sollten Junggimpel bei ihren Eltern bzw. anderen erwachsenen Gimpel bleiben, damit sie richtig geprägt werden.
Man hört und lies in vielerlei Literatur das mit der Geschwisterverpaarung,
die sich dann erst im Frühjahr trennen um einen wirklichen Partner zu suchen mit dem sie dann ein lebenlang zusammen bleiben.
Frage:
Könnte es durch eine zu frühe Trennung (ca.10 Wochen) der Jungtiere von den Altvögeln zu späterem Fehlverhalten kommen?
Macht es Sinn die Junggimpel erst in Frühjahr von der Gruppe zu trennen, oder
spielt das keine wesentliche Rolle?
Mich beschäftig das Thema in letzter Zeit sehr, weil ein Gimpelhahn den ich selbst gezüchtet habe, ein recht aggressives Verhalten an den Tag legt, z.B. greift er sein Weibchen das er führsorglich auf dem Nest füttert, plötzlich an wenn diese zum baden das Nest verlässt.
Eine NZ-Henne die ich abgegeben habe bringt angeblich keine vernünftiges Nest zustande und legt ihre Eier deshalb auf den Volierenboden.
Könnte das die Folgen einer zu frühen Trennung sein.
Ich weis. klingt alles sehr wissenschäftlich, ist aber sicherlich sehr interessant
und vielleicht hat sich jemand damit schon ausführlich beschäftigt und kann hier berichten.
Evtl. gibt es darüberhinaus auch Literatur oder gar wissenschaftliche Berichte. Würde mich auf alle Fälle sehr über mehr INPUT freuen.
ich habe mal eine Frage die speziell Gimpel und deren Prägung betrifft.
Wie lange sollten Junggimpel bei ihren Eltern bzw. anderen erwachsenen Gimpel bleiben, damit sie richtig geprägt werden.
Man hört und lies in vielerlei Literatur das mit der Geschwisterverpaarung,
die sich dann erst im Frühjahr trennen um einen wirklichen Partner zu suchen mit dem sie dann ein lebenlang zusammen bleiben.
Frage:
Könnte es durch eine zu frühe Trennung (ca.10 Wochen) der Jungtiere von den Altvögeln zu späterem Fehlverhalten kommen?
Macht es Sinn die Junggimpel erst in Frühjahr von der Gruppe zu trennen, oder
spielt das keine wesentliche Rolle?
Mich beschäftig das Thema in letzter Zeit sehr, weil ein Gimpelhahn den ich selbst gezüchtet habe, ein recht aggressives Verhalten an den Tag legt, z.B. greift er sein Weibchen das er führsorglich auf dem Nest füttert, plötzlich an wenn diese zum baden das Nest verlässt.
Eine NZ-Henne die ich abgegeben habe bringt angeblich keine vernünftiges Nest zustande und legt ihre Eier deshalb auf den Volierenboden.
Könnte das die Folgen einer zu frühen Trennung sein.
Ich weis. klingt alles sehr wissenschäftlich, ist aber sicherlich sehr interessant
und vielleicht hat sich jemand damit schon ausführlich beschäftigt und kann hier berichten.
Evtl. gibt es darüberhinaus auch Literatur oder gar wissenschaftliche Berichte. Würde mich auf alle Fälle sehr über mehr INPUT freuen.
Es macht also durchaus Sinn die Nachzucht(en) nach der Brutsaison mit den Eltern bzw. dem Vater in einer Voliere überwintern zu lassen, um eine erfolgreiche gesangliche Prägung zu erhalten.
. Wenn das dann aber - wie von Dir angesprochen - schief geht, liegt das in aller Regel am Halter !!! Alle Gimpel der Gattung Pyrrhula folgen - im Gegensatz zu den allermeisten anderen Carduelidenarten - einem streng zweigeteilten Nestaufbau. Der sog. Unterbau ist dabei oft schicksalhaft für das Gelingen. Scheitert ein Nestbau ganz oder teilweise ist dies entweder darauf zurückzuführen, das der vom Weibchen avisierte Neststandort sich als nicht tauglich erwiesen hat oder das Tier nicht das für es passende Nistmaterial für den sog. Unterbau gefunden hat. Das hierfür verwandte Material unterscheidet sich grundsätzlich von dem des sog. Oberbaus! Das ist übrigens auch der Grund warum sog. Nesteinleger i.d.R. von dem Weibchen nicht akzeptiert werden
. Manche Tiere nehmen dafür trockene Fichtenreiser, andere Birkenreiser. Bei sämtlichen (!) Arten dieser Gattung konnte ich die Erfahrung machen, das kurze, trockene Heidekrautreiser (ohne Grün!) i m m e r zum Erfolg geführt haben. Allerdings bauen mache Tiere eben nicht gern in Nistkörbchen oder Nistklötze, sondern frei
. Der sog. Oberbau wird dann fast ausschliesslich aus Kokosfasern erbaut.
! Beides wird hormonell gesteuert und wirkt sich massgeblich auf das Agressions- und Rangverhalten der Vögel aus. Es ist zwingend erforderlich, dass das Paar die wechselseitige "Geschlechtsreife" durch sein Verhalten synchronisiert, um ein vollständig befruchtetes Gelege zu produzieren. Für diesen sog. "Synchronisationsprozess" ist nun wieder die oben erwähnte optimale Paarharmonie von ganz entscheidender Bedeutung. Das war bei Deinem Paar wohl nicht der Fall! Vermenschlicht ausgedrückt könnte man wohl sagen, das Paar hat sich zwar gemocht, aber nicht geliebt
noch kurzweilig genug geblieben und konnte Dir ein wenig weiterhelfen?!