
Ein Grünfink. Jetzt sterben viele von ihnen
(Foto: picture-alliance/ ZB)
Seit Anfang Mai finden Vogelfreunde immer öfter sterbende oder bereits tote Grünfinken.
Das berichtete die Umweltorganisation NABU. Zunächst seien Fälle in Schleswig-Holstein, dann auch in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gemeldet worden.
Mittlerweile lägen auch Funde aus Sachsen und Bayern vor. Zudem sind dem NABU zufolge auch andere Arten wie Buchfink, Gimpel, Stieglitz und Kernbeißer betroffen.
Tierärzte des Landeslabors in Münster gehen derzeit von einem Befall mit Trichomonas gallinae aus. Der Einzeller, ein kleines Geißeltierchen, wurde kürzlich in Nordrhein-Westfalen bei toten Grünfinken nachgewiesen. Der Erreger verursacht Entzündungen des Rachen und Schlundes - für Menschen ist er ungefährlich. Ähnliche Befunde können bei Singvögeln aber auch durch Salmonellen hervorgerufen werden.
Deshalb ruft der Naturschutzbund nun die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Wer einen toten Vogel findet, soll dies auf der speziellen Internetseite des NABU melden. Sterbende und gerade gestorbene Finken sollen umgehend zu den Veterinärmedizinischen Untersuchungsämtern der Länder gebracht werden.