Angepinnt Vorbeugung aber bitte nicht mit Medikamente

    Vorbeugung aber bitte nicht mit Medikamente

    ESB3
    Das hier beschieben Medikament ist ESB3 . Es handelt sich um ein
    Präparat (Sulfonamide) zu Bekämpfung von Kokzidiose bei Geflügel.
    Ein anderes Mittel ist Baycox von Bayer, beim Einsatz bei Cardueliden unbedingt die Dosierung und Dauer der Therapie wie vom TA empfohlen einhalten.

    Besonders sind in ertser Linie selbständiggewordene Cardueliden
    davon betroffen, weil diese oft auf dem Volierenboden nach Futter suchen und
    sich dort mit den Bakterien und bei Kokzidien mit den Oozysten [wikipedia]http://de.wikipedia.org/wiki/Kokzidien[/wikipedia] anstecken.
    Diese verbreiten sich besonders bei feuchtwarmen Wetter sehr rasant.

    Das Medikamente prophylaktisch anzuwenden halte ich allerdings für nicht angebracht.
    Man sollte eher durch einbringen von Buchenholzgranulat oder Walderde, die mit einer
    Schicht Lerchen- Tannen- und Fichtennadeln bedeckt wird, als Bodenbelag, dem Befall
    vorbeugen. Werden die Voliere trocken und sauber gehalten und vierteljährlich desinfiziert
    kommt es weniger zu den besagten Ausfällen. Grünling, Zitronengirlitz und Gimpel scheinen aber
    dennoch besonders anfällig für diese Krankheit zu sein.

    ESB3 ist verschreibungspflichtig und nur über den Tierarzt zu beziehen.
    Die Dosierung für einen Finken in der grösse eines Girlitz – Gimpel ist: 1gr ESB3
    auf 1 Liter Wasser. Diese Lösung bekommen die Tiere 5 Tage dann sollte man
    3 Tage nur Wasser mit Vitamin K1 geben. Da K1 Gefäßblutungen , die ESB3 im
    Darm verursachen kann, stillt! Bitte jetzt KEINE Gabe von Vitamin B da dieses die
    Bekämpfung der Kokzidiose negativ beeinflusst. Dann wieder 3 Tage die ESB3
    Lösung verabreichen. Nach dieser Therapie gibt man 5 Tage Liviferm (Vitamin B und
    Vogelspezifische Bakterien) ins Trinkwasser. Die Vitamin B Verabreichung NACH der
    Behandlung ist wichtig, da ESB3 das Vitamin B im Vogelkörper zerstört
    (Vermehrungsgrundlage der Kokzidiose) und durch Liviferm schnell wieder zugeführt
    wird.

    Dennoch sollte man bei Anzeichen von seuchenartigen Krankheiten immer einen TA
    zu Rate ziehen.

    Gruss Konrad

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